Musiktherapie / Judith Sonntag / Start - Alte Wache Sonntag

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Die Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann
und worüber zu schweigen unmöglich ist.
(Victor Hugo)

klatschen - trommeln - spielen - klingen - fiedeln - hämmern - schnarren
schallen - resonieren - quietschen - lachen - glucksen - singen - streichen
zupfen - anschlagen - summen - rufen - schreien - läuten - schellen

Anknüpfend an den vorsprachlichen Dialog von Mutter und Kind hat die Musiktherapie ihre besondere Bedeutung dort, wo die Grenzen der Sprache erreicht sind. Verlorene oder beeinträchtigte Kommunikation
kann ergänzt und weiterentwickelt werden, wodurch sich neue Lebensperspektiven eröffnen. Im Rahmen der therapeutischen Beziehung wird Musik eingesetzt, um eine Wiederherstellung, Erhaltung und Förderung seelischer, körperlicher und geistiger Gesundheit zu erreichen. Als psychotherapeutisches Verfahren hilft Musiktherapie zu verstehen, was mit Worten nicht zu erfassen ist.

Aktive Musiktherapie besteht vor allen Dingen aus freier Improvisation,
in der Klient und Therapeutin auf unterschiedlichen Instrumenten spielen. Musikalische Vorkenntnisse sind dafür nicht erforderlich.
Rezeptive Musiktherapie hingegen meint das bewusste Hören von Musik, wobei entweder die Therapeutin musiziert oder ein Musikstück von CD vorgespielt wird. Neben der Musik hat die sprachliche Reflexion einen festen Platz in der Therapiesitzung.